Homepage des TV Hardheim Handball


Spielübersicht

1. MANNSCHAFT (BADENLIGA)

Sa, 29.02.20, 19:00  TSG Wiesloch - SG Leutershausen 2

Sa, 29.02.20, 19:30  TSV Viernheim - SG PF/Eutingen 2

Sa, 29.02.20, 20:00  SG Heidelsheim/Helmsheim - TV Hardheim

So, 01.03.20, 16:30  HG Oftersheim/Schw. 2 - SG Heddesheim

So, 01.03.20, 17:00  TV Friedrichsfeld - HSG St.Leon/Reilingen

So, 01.03.20, 17:30  TV Knielingen - TSG Plankstadt

So, 01.03.20, 18:00  SG Stutensee-Weingarten - TSV Birkenau


2. MANNSCHAFT (BEZIRKSKLASSE HEILBRONN-FRANKEN)

So, 01.03.20, 16:00  TV Mosbach 2 - TV Hardheim 2


3. MANNSCHAFT (KREISKLASSE B HEILBRONN-FRANKEN)

spielfrei


DAMEN (HSG ODENWALD-BAULAND) (BEZIRKSLIGA HEILBRONN-FRANKEN)

spielfrei



Alle Spiele am Wochenende in der Walter-Hohmann-Schulsporthalle in Hardheim


Aktuelle Spiel- und Vorberichte:

Ein großer Schritt zum Klassenerhalt

TV Hardheim lässt gegen einen direkten Mitkonkurrenten um den Ligaverbleib nichts anbrennen / Starke Abwehrleistung

Eine klare Angelegenheit war die Handball-Badenliga-Begegnung des TV Hardheim gegen den Tabellennachbarn SG Oftersheim/Schwetzingen II, die mit dem Endergebnis von 27:20 (15:7) klar an die Gastgeber ging. Nach rund zehn Minuten hatte sich die Hardheimer Mannschaft um Trainer Lukas Dyszy auf den Gegner eingestellt und bog schon früh auf die Siegesstraße ein. Auf die 4:2-Führung der Gäste folgte Hardheims Antwort in Form eines „Zehnerpacks“, und mit der 12:4-Führung im Rücken schalteten und walteten die Gastgeber bereits nach 25 Minuten wie sie wollten.

Garanten für die hohe Führung waren einmal mehr Hardheims Abwehr, ein bestens aufgelegter Torwart Christian Ernst und letztlich auch Hardheims schnelle Tempogegenstöße, denen die Gäste kaum etwas entgegenzusetzen hatten. Damit war bereits beim Halbzeitstand von 15:7 die Begegnung schon fast in trockenen Tüchern, auch wenn im Handball selbst ein so eindeutiger Rückstand schon gedreht wurde.

Das dachten sich wohl auch die Gäste, die ihrerseits engagiert aus der Kabine kamen, um die Aufholjagd zu starten. Wie schon in der Anfangsphase gehörten die ersten Minuten auch der SG, die nach drei Minuten den Spielstand auf 11:15 verkürzten und damit wieder in Reichweite waren. Dennoch brachten sie auch in ihrer jetzt stärksten Phase die Gastgeber nicht echt in Verlegenheit, die dann den Abstand stets auf sechs Tore hielt.

Nach Fastnacht geht es weiter

In der 50. Minute ließen die Gastgeber nochmals einen Dreierpack mit den Treffern von Jannik Huspenina, Luis Hönninger und Thomas Withopf folgen, und beim Spielstand von 26:17 war das Spiel bereits zugunsten der Gastgeber gelaufen. So sehr sich die ersatzgeschwächten Gäste auch bemühten, mehr war an diesem Abend nicht drin, und damit rutschten sie mit dieser Niederlage noch weiter in den Tabellenkeller und haben jetzt nur noch einen Zähler Vorsprung vor dem Tabellenletzten – der Spielgemeinschaft St. Leon/Reilingen.

Die Gastgeber haben sich mit diesem wichtigen Sieg wieder auf den achten Tabellenplatz emporgearbeitet und haben mit dem Abstieg so gut wie nichts mehr zu tun. Nach dem spielfreien Fastnachtswochenende geht es für den TVH erst mit der Begegnung am 29. Februar beim Tabellenzweiten Heidelsheim/Helmsheim wieder weiter.

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Ein Zeichen setzen

Hardheims wichtiges Heimspiel gegen Oftersheim/Schwetzingen 2

Einer Achterbahnfahrt gleicht derzeit Hardheims Tabellensituation in der Handball Badenliga. Ein Spiel gewonnen – vier Plätze rauf, ein Spiel verloren – vier Plätze runter. Nach der verlorenen Partie gegen Viernheim ging es am letzten Wochenende erneut vier Plätze runter und damit findet sich die Mannschaft von Trainer Lukas Dyszy momentan auf dem 11. Tabellenplatz wieder, ganze vier Punkte vor dem Tabellenletzten.

 

Auch wenn die Alarmglocken noch nicht läuten darf man die Situation realistisch einschätzen, denn mit einer weiteren Niederlage rückt das Abstiegsgespenst wieder näher. Um dem entgegenzutreten müssen wieder punkte her und dies möglichst schon in der nächsten Partie gegen die Mannschaft von der HG Oftersheim/Schwetzingen 2 die am Samstag in der Walter-Hohmann Halle über die Bühne geht. Der Gegner ist mit drei Punkten Rückstand auf den TVH nur einen Platz dahinter angesiedelt und könnte mit einem Sieg in Hardheim den Rückstand bis auf einen Punkte verkleinern. Damit ist auch bereits die Brisanz dieser Partie erklärt.

 

Aus Hardheimer Sicht ist dies die Chance sich weiter von den Tabellenletzten  der Liga abzusetzen um wieder in ruhigere Fahrwasser zu geraten. Die hohe Niederlage in Heddesheim war selbstverständlich nicht nach dem Geschmack des Trainers dem vor allem die zahlreichen technischen Fehler im ersten Spielabschnitt missfallen haben. Dies wurde im Laufe der Woche aufgearbeitet, parallel dazu war der Trainer auch gefragt sein Team wieder aufzurichten und mental vorzubereiten für die wichtige Partie am Samstag. Dabei baut er wiederum auf seine Abwehr die zuletzt dem Titelaspiranten aus Heddesheim das Leben so schwer machte.

 

Der Gegner hat sich am letzten Spieltag zuhause gegen den Abstiegskandidaten aus Leutershausen 2 mächtig blamiert und dem Gegner in einer knappen Entscheidung die Punkte überlassen. Damit ist man selbst wieder tiefer in den Abstiegssog geraten und diese Situation könnte sich bei einer erneuten Niederlage in Hardheim noch wesentlich verschlechtern.

 

Im Hinspiel musste sich der TVH knapp geschlagen geben und damit hat die Mannschaft noch eine Rechnung offen mit dem Gegner. Zwei Punkte sind deshalb Pflicht und dies sollte in eigener Halle zu schaffen sein auch wenn der Gegner alles daran setzen wird etwas Zählbares aus Hardheim mitzunehmen.

Für Hardheims Coach Lukas Dyszy ist dies ebenfalls eine richtungsweisende Partie für seine Mannschaft. Mit einem Sieg hätte man bereits siebzehn Punkte auf dem Konto und die könnten den TVH je nach Ausgang der anderen Spiele wieder drei bis vier Plätze nach oben bringen. Mit Konzentration, Kampf, Leidenschaft und unseren großartigen Fans wollen wir ein wichtiges Zeichen Richtung Klassenerhalt setzen“, so Hardheims Trainer vor der Partie. Die Antwort erfolgt auf dem Hallenparkett der Walter-Hohmann Halle wo sich die Zuschauer am Samstag wieder auf eine spannende Begegnung freuen dürfen.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 14.02.2020 k.n.


125 Jahre TV Hardheim 1895 e.V. - Der Jubiläumskalender

Aus Anlass seines 125 jährigen Jubiläums bietet der TV Hardheim 1895 e.V. einen Jahreskalender 2020 in DIN A3-Format an. Die Verantwortlichen haben sowohl historische als auch aktuelle Foto- und Textdokumente zu einem einmaligen Erinnerungsstück zusammen getragen.

 

An Heimspieltagen kann dieser in der Sporthalle für 7,50€ erworben werden. 2,50€ gehen direkt an die Handballabteilung. Somit unterstützen Sie auch direkt die Handballabteilung!


Allgemeine Berichte:

Handballfamilie gratuliert Julius Heim zum 80. Geburtstag

Am Dienstag, den 12.11.2019, machte sich die etwas ältere Handballfamilie des TV Hardheim auf, um Julius Heim zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren. Unter den Gratulanten befanden sich auch der Vorsitzende des TV Hardheim, Tobias Künzig, sowie der Vorstand der Handballer Manfred Dörr, der ebenfalls an diesem Tage seinen 50zigsten Geburtstag feierte.

Julius Heim war von 1977 bis 2008 in verschiedenen Ämtern (Kassier, stellv. Abteilungsleiter, Zeitnehmer, Kassenprüfer) bei den Handballern tätig, Ehrenmitglied des TV Hardheim und wurde im Laufe seiner Handball-Tätigkeit mit dem Ehrenbrief des Badischen Handball-Verbandes ausgezeichnet. Julius Heim hatte einen wesentlichen Anteil am Aufschwung der Handballer, der sie bis in die Regionalliga Süd führte. Wie groß die Verdienste von Julius Heim für die Handballer waren, zeigt sich an der Zahl der Gratulanten unter denen vier Spielergenerationen zu finden waren. Noch heute ist er begeisterter Zuschauer bei Heimspieltagen von Jugend- und aktiven Mannschaften. Nach einigen Geburtstagsständchen mit Handballliedern, begleitet von Roland Seeber an der Gitarre, wurden die Geschenke an den Jubilar überreicht und im gemütlicher Handballrunde alte Erlebnisse auf und neben den Handball-Hallen aufleben lassen. Besonders kam zur Sprache wie der Jubilar durch seine Tätigkeit als Zeitnehmer, an der noch manuellen Spieluhr, manchen Punkt seiner Hardheimer Mannschaft sicherte und Entscheidungen der Schiedsrichter meist zugunsten des TV Hardheim wegdiskutierte.

Zum Abschluss sang Hans Bischof dem Jubilar noch ein Soloständchen und man verabschiedete sich von dem Gefeierten bis zum nächsten Heimspieltag in der Walter-Hohmann-Halle.

Einiges aus der Trickkiste gezaubert

40 Jugendspieler trainierten unter Anleitung von Handball-Weltmeister Dominik Klein in Hardheim

„Trainieren unter Anleitung von Handball-Weltmeister Dominik Klein“: Dieser Traum ging für rund 40 Jugendspielern der Jahrgänge 2005 bis 2008 aus der Region in Erfüllung.

 

Ermöglicht hatte dies der Förderverein Handball Neckar-Odenwald-Tauber zusammen mit der Kreisjugendleiterin Birgit Holzmann im Rahmen eines Handballcamps, das am Wochenende in der Hardheimer Walter-Hohmann Halle über die Bühne ging.

Insgesamt 187 Mal hat der Handball-Weltmeister aus dem benachbarten Unterfranken das Trikot der Nationalmannschaft übergestreift – und wurde zudem achtmal Deutscher Meister mit dem THW Kiel.

Seit Jahren ist er in ganz Deutschland als Repräsentant für den Handballsport unterwegs. Vor allem die Arbeit mit den Kindern hat es ihm angetan. Vor fünf Jahren weilte er schon mal in Hardheim (die FN berichteten) und hinterließ bleibende Eindrücke bei den Jugendlichen.

Bleibende Eindrücke hinterließ auch das Bürgerpokalturnier im Jahre 2001, hatte er dabei doch seine heutige Frau Isabell kennengelernt, die ihrerseits eine erfolgreiche Handballkarriere eingeschlagen hatte und ebenfalls Nationalspielerin war.

Der zweifache Familienvater präsentierte sich den Handballern einmal mehr von seiner gewohnt aufgeschlossenen Seite, bestens gelaunt. Man spürte förmlich, wie ihm die Arbeit mit den Kindern Spaß macht. Die lauschten ihrerseits gespannt den Ratschlägen und Tipps des ehemaligen Linksaußen der Handball- Nationalmannschaft, der seinerseits auch so Einiges aus der Trickkiste zauberte.

Sein Besuch weckte auch das Interesse zahlreicher Spieler der Männermannschaft sowie zahlreichen Handballfans aus der Region, die es sich nicht nehmen ließen, dabei zu sein, um schließlich auch eines der begehrten Autogramme zu bekommen.

Dabei blieb der sympathische Sportler auch keine Antwort auf die zahlreichen Fragen schuldig, gewohnt lässig, unkompliziert und ohne jede Starallüren, eben als ein Teil einer großen Handballfamilie in Deutschland und darüber hinaus.

Neben dem Trainingscamp gab es schließlich noch die offiziellen Begrüßungsreden, die letztlich zu solch einer denkwürdigen Veranstaltung mit dem Weltmeister zum Protokoll gehören.

Am Ende war die dreitägige Veranstaltung ein großer Erfolg – von dem die Jugendlichen noch lange reden werden.

Und möglicherweise geht ja schon bald einer neuer Handballstern im Handballkreis auf, die Motivation sich sportlich zu engagieren hat Dominik Klein beim Trainingscamp in Hardheim eindrucksvoll gegeben.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 04.11.2019 k.n.

Fortbildung der Handballer war ein voller Erfolg

 

Im Rahmen ihres Konzeptes für Fördertraining der Handballabteilung fand am Samstag, den 26.10.2019, von 10.00 bis 12.00 Uhr eine Trainerfortbildung für Life Kinetik in der Sporthalle Hardheim statt. Der lizenzierte Life Kinetik Trainer Matthias Spielmann aus Eschau, konnte zahlreiche Trainer vom TV Hardheim und den Vereinen SpG Walldürn und der HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim begrüßen. Weiterhin waren viele männliche und weibliche Jugendspieler/-innen vom TV Hardheim anwesend. Mit einer theoretischen Einführung in das Bewegungsprogramm zur Gehirnentfaltung begann der Vortrag. Dabei forderte Spielmann die Anwesenden mit einfachen numerischen und farblichen Aufgaben bestimmte Übungen im Sitzen nachzuvollziehen, was manchen Teilnehmer schon an seine koordinative Leistungsgrenze brachte. Dabei erklärte Spielmann, dass Life Kinetik die Bildung von neuen Synapsen aktiviert und somit das neuronale Netzwerk erweitert und unterstützt somit jeden, egal welchen Alters und Fitnessgrades, bei seiner persönlichen Entwicklung. Die Bausteine der Life Kinetik : Flexible Körperbeherrschung, Visuelles System und Kognitive Fähigkeiten wurden den Teilnehmern mit einer Power Point Präsentation näher gebracht.

 

Danach ging man in den sportspezifischen Bereich ein und die Anwesenden konnten auf der Handallplatte ihre kognitiven, koordinativen und visuellen Fähigkeiten trainieren. Mit vielen Übungen für das Pass- , Sprungübungen und Ballhandling bzw. kombinierte Übungen, mit zusätzlicher farblicher und numerischer Aufgabenstellung brachte der Übungsleiter die meisten Teilnehmer an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Besonders die Trainer profitierten von dem Vortrag und können die gewonnen Erkenntnisse und Übungen in ihr Jugendtraining einfließen lassen. Dabei wurde den Trainern bewusst, dass man für Life Kinetik nicht viele Trainingsmittel und Zeit benötigt, um die Spieler-/innen im Trainingsalltag in diesem Bereich zu fördern und fordern.

 

Zum Abschluss bedankte sich Matthias Spielmann noch bei den Anwesenden für die rege Teilnahme und wünschte ihnen viel Erfolg und einen guten Tabellenplatz zum Abschluss der laufenden Verbandsrunde.

 

Weitere Informationen unter www.handballhardheim-jugend.de

„Im Grunde haben wir uns selbst trainiert“

Ehemalige Handballer erinnern sich TV Hardheim spielte von 1969 bis 1971 in der badischen Oberliga / In der ersten Saison bis nach der Winterpause Tabellenführer

Zwei Spielzeiten in Folge hielten es die Handballer des TV Hardheim vor 50 Jahren in der Oberliga aus. Ein Blick zurück auf „Badisch Sibirien“, Asphaltboden als Spielfläche und weitere „Abenteuer“.

Nicht nur alteingesessene „Hordemer“ sind sich darin einig, dass der Handballsport seit Gründung der ersten Mannschaft 1927 nicht nur im sportlichen, sondern auch im kulturellen Leben der Erftalgemeinde seinen festen Platz inne hat. Dafür spricht auch ein Erfolg, der genau 50 Jahre zurückliegt: In den Saisons 1969/70 und 1970/71 spielte die TVH-Mannschaft in der badischen Oberliga, die damals als dritthöchste Spielklasse der noch jungen Bundesrepublik fungierte. Grund genug, ein halbes Jahrhundert später im Erinnerungs- und Fotoalbum zu blättern.

Jubiläum beinahe vergessen

„Eigentlich war das Jubiläum selbst unter den Spielern der Erfolgsmannschaft ein wenig in Vergessenheit geraten, bis man sich bei einer Zusammenkunft wieder daran erinnerte und merkte, dass es 50 Jahre zurückliegt“, erklären die ehemaligen Spieler Karl-Heinz Pauler, Gerhard Hollerbach, Werner Hollerbach und Alexander Walter und kommen auf die Anfänge zu sprechen. Leider sind Ralf Bermayer, Arnold Feuerstein, Gerd Knauber und Hermann Wawatschek bereits verstorben. Nachdem die Hardheimer Handballer 1966/67 die Bezirksklassenmeisterschaft errangen und in die Landesliga Bayern-Nord aufstiegen, führten Spieltermine sie zumeist nach Würzburg und Schweinfurt, aber auch bis nach Nürnberg, Coburg oder Hof. 1969 verlor der damalige Handballkreis Tauberbischofsheim das Gastspielrecht für Bayern und wurde in den Badischen Handball-Verband integriert. Kein Plan, der in Hardheim auf Verständnis stieß: „Eigentlich fühlten wir uns in Bayern sehr wohl und wollten nicht ‚weg’. Vielleicht wollte man stärkere Mannschaften in Baden haben und insgesamt einen größeren Bezirk stellen“, wird beim Betrachten historischer Fotos und Spielpläne vermutet.

Panzer übten auf dem Boden

Als Austragungsort der Heimspiele fungierte die alte Bundeswehrsporthalle der Carl-Schurz-Kaserne, die manche Herausforderung in sich trug. „Zum einen spielten wir auf Asphaltboden, auf dem auch mit Panzern geübt wurde. Zum anderen mussten wir vor jedem Spiel und jedem Training sämtliche eingelagerten Geräte aus der Halle tragen und danach wieder zurückbringen.“

Auch der Spielbetrieb an sich war ein Erlebnis von ganz eigenem Charakter. Und das nicht nur, weil viele Mannschaften aus dem Rhein-Neckar-Raum speziell in den Wintermonaten eher missmutig ins entlegene Erftal reisten und sich über „Badisch Sibirien“ ausließen. So musste jeder Besucher seinen Ausweis hinterlegen, um überhaupt Zutritt zum Spiel zu erhalten. „Die Wachsoldaten kontrollierten jeden! Bis zu 400 Zuschauer in dieser engen Halle sorgten schon fast für Hautkontakt und bedeuteten für alle Spieler eine extreme Herausforderung. Treffpunkt und Umkleideort vor dem Spiel waren im Sportheim, in dem auch nach dem Spiel geduscht wurde“, blicken die Ex-Handballer zurück. Aber vielleicht gerieten die in Hardheim ausgetragenen Spiele gerade angesichts des eigenwilligen Ambiente zu spektakulären Sporterlebnissen. Unvergessen dürfte etwa das Duell gegen die Mannschaft aus Oftersheim bleiben, das die Hardheimer mit 15:14 für sich entschieden. Bis nach der Weihnachtspause im Dezember 1969 war der TV Hardheim Tabellenführer.

Training – ohne Trainer

Trainiert wurde in der alten kleinen Sporthalle jeweils dienstags und donnerstags sowie an Sonntagen, da einige Spieler durch Wehrdienst, Ausbildung oder Studium nur an den Wochenenden in Hardheim weilten. Auch das Training war ein „Abenteuer“ für sich mit nach heutigen Maßstäben unvorstellbaren Eckdaten. „Es gab zum Beispiel keinen Trainer – im Grunde haben wir uns selbst trainiert. Auch das Ballharz war noch kein Thema. Wer die Standards unserer Zeit kennt, der dürfte sich fragen, wie wir es unter diesen Voraussetzungen immerhin zwei Jahre in der badischen Oberliga aushalten konnten“, betonen die Spieler heute.

Zu den Auswärtsspielen fuhren die Spieler mit ihren privaten Fahrzeugen – selbstverständlich geschah das alles auf eigene Kosten und Gefahr. Der damalige Abteilungsleiter Josef Helget (1936 - 2006) war stets mit von der Partie. „Er war ein echter Freund und Kamerad, der auch tolle Handballausflüge, etwa an den Kochelsee oder den Neusiedler See, organisierte“, blicken sie zurück. So erinnern die damaligen Oberliga-Spieler aus Hardheim sich nicht nur an spannende Spiele und sportliche Erfolge, sondern auch gemütliche Geselligkeit.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 26.10.2019


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