Wie den Erftälern doch noch der Klassenerhalt gelang

TVH bleibt nach dem 33:27-Erfolg gegen Bönnigheim in der Oberliga. Ein 5:0-Lauf nach der Pause stellt die Weichen für den Sieg.

Nach fünf Niederlagen in Folge hat der TV Hardheim im letzten Saisonspiel den Kopf doch noch einmal aus der Schlinge gezogen. Der 33:27-Sieg gegen den Tabellenletzten aus Bönnigheim war eine große Befreiung und sicherte Hardheims Handballern den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg. Durch die Niederlage von Lauterstein in Elchingen und Söflingen kann nur noch Söflingen auf die gleiche Punktezahl wie Hardheim kommen, doch der direkte Vergleich mit Söflingen spricht für den TVH, so dass die Erftäler nicht mehr eingeholt werden können.

Am Samstagabend merkte man dem TVH sofort an, dass er diese Partie unbedingt gewinnen wollte. Vor Beginn an waren die Hardheimer in der Partie, auch wenn die knappe Führung zunächst schwer erarbeitet werden musste, da die Gäste trotz ihres Schicksals, bereits als Absteiger festzustehen, sich keineswegs hängen ließen und vor allem im ersten Abschnitt sportlich engagiert dagegenhielten.

Erst nach zwölf Minuten hatte sich er TVH dann richtig auf den Gegner eingestellt und legte Treffer um Treffer vor, und das 12:9 durch Torben Häfner gab schließlich die nötige Sicherheit sieben Minuten vor dem Seitenwechsel. Elias Bergmann, Janis Erbacher und Philipp Steinbach (2) legten noch drei Treffer drauf, und mit dem 16:11 konnte man auf Hardheimer Seite sehr zufrieden sein.

Dieses Mal entgegen bisheriger Erfahrungen aus der Saison

Wie oft in dieser Saison war der TV Hardheim direkt nach der Pause nicht bei der Sache und hatte dadurch viele Spiele verloren. Dieses Mal war es genau entgegen dieser Erfahrungen. Der TVH legte nach Wiederbeginn los wie die Feuerwehr und erzielte binnen drei Minuten und 20 Sekunden fünf Tore in Serie, ohne dabei einen Gegentreffer zu kassieren. Damit war die Vorentscheidung schon gefallen. 21:11 stand es plötzlich. Doch die Gäste gaben sich noch lange nicht auf und setzten ebenso weiter auf Offensive. Auch wenn sich die Folgetreffer nur tröpfchenweise auf der Anzeigetafel bemerkbar machten, hatten die Gäste 15 Minuten vor Spielschluss wieder auf 15:20 aufgeschlossen. Grund genug für Trainer Alexander Schmidt, nochmals seine Spieler an den Spielfeldrand zu beordern, um in einer Auszeit neue Anweisungen zu geben.

Allerdings musste man sich trotz weiterer Gegentreffer keine ernstlichen Sorgen mehr machen, da Hardheims Angreifer auch stets wieder auf der anderen Seite trafen. Yannick Somogyi erzielte in seinem letztenm Spiel für den TV Hardheim schließlich das letzte Tor des Spiels und der Saison - einer nervenaufreibenden Saison mit Happy End.


Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 27.04.2026 Klaus Narloch

Bild: Klaus Narloch