Tim Schneider im Rahmen der Hauptversammlung zum neuen Abteilungsleiter der Handballer gewählt.
Ein Stück Vereinsgeschichte schrieb die Hauptversammlung der Handballabteilung des TV Hardheim: Nach 22 Jahren wurde Abteilungsleiter Manfred Dörr verabschiedet. Er übergab sein Amt an Tim Schneider – ebenso Handballer durch und durch, dem ein junges, motiviertes und begeistertes Team zur Seite steht.
Im Sportheim definierte Manfred Dörr 2025 als „sportlich durchaus erfolgreiches Jahr bei großem Interesse der Hallenzuschauer“ und vermeldete die Abschlussplatzierungen der Seniorenmannschaften in ihren Ligen: Die Damen 1 (HSG Odenwald-Bauland/Bezirksoberliga) schloss mit der Meisterschaft (27:5 Punkte) ab, die Damen 2 (HSG Odenwald-Bauland/Bezirksliga) mit Platz 5 (4:16 Punkte); die Männer 2 (Bezirksliga Heilbronn-Franken) mit Rang 9 (10:26 Punkte) und die Männer 1 (Badenliga) mit Position 6 (25:25 Punkte). Herausfordernd war die Zusammenführung der drei baden-württembergischen Handballverbände mit Spielen in anderen Regionen und Neueinteilungen – die Hardheimer gehören nun dem Bezirk Neckar-Franken an. Generell sei man jedoch zufrieden, der Spielbetrieb lief mit neun Jugend- und vier Seniorenteams solide. Im Bezirk Neckar-Franken spielen die zweite Damen- und zweite Männermannschaft, in der Landesliga Baden-Württemberg (Staffel 1) die erste Damenmannschaft, während die erste Männermannschaft in der Oberliga Baden-Württemberg (Staffel 2) aktiv ist. Ein Dauerthema ist die Schiedsrichter-Situation: Man brauche dringend Nachwuchs, könne jedoch auf das bewährte „Seniorenteam“ mit Oliver Winter, Niklas Winter, Tim Schneider, Christian Ernst, Nils Käflein, Steffen Gehrig und Daniel Trovato bauen. Zudem verwies Dörr auf die Mitwirkung am Sommerfest und das „Mayday Festival“. Er dankte allen Beteiligten, die dafür sorgten, dass alles so reibungslos lief.
210 Kinder und Jugendliche werden betreut
Jugendleiter Steffen Gärtner zeigte sich zufrieden, nicht nur angesichts über 210 betreuter Kids und Jugendlicher, die von über 30 Trainern und Helfern betreut werden. Nach wie vor sei die Trainingssituation nicht vollauf befriedigend: Man dürfe zwar die Halle des Walter-Hohmann-Schulzentrums, die Walldürner Nibelungenhalle und die Bundeswehrsporthalle nutzen, kämpfe jedoch mit „erheblichen Kapazitätsproblemen“. Teils habe man auch in Tauberbischofsheim und Höpfingen trainiert. Positiv verlaufen dafür das weiterentwickelte ganzheitliche Jugendkonzept mit 360-Grad-Förderung mit den vier Säulen Sport, Schule, Beruf und Soziales sowie die Kooperation „Schule-Verein“: Die Handball-Aktionstage in Hardheim, Eubigheim und Külsheim führten viele Kinder an den Handballsport, die von Michael Schlegel und den FSJlern Johannes Gärtner und Samuel Nikolaus geleitete Handball-AG am Walter-Hohmann-Schulverbund bringe Nachwuchs ins Training.
Grund zur Freude sei auch die spezifische Torwartausbildung mit Ralf Hasenstab, Steffen Nikolaus und Juraj Pekar: „Seitdem herrscht ein wahrer Torwartboom – zusätzlich wurden eigene Nachwuchskräfte als Schiedsrichter gewonnen“, informierte Gärtner.
Gradmesser für den hohen Stellenwert der Jugendarbeit waren ebenso die Mannschaftsberichte von Ole Pauler (Minis), Lucien Buding (E-Jugend), Thomas Henn (weibliche D-Jugend), Tim Pauler (männliche D-Jugend), Sina Gärtner (weibliche C-Jugend), Karlheinz Pauler (männliche C-Jugend), Corina Hatzelmann (weibliche B-Jugend), Karlheinz Pauler (männliche B-Jugend), Steffen Gärtner (weibliche A-Jugend; vertretungsweise für Daniel Trovato auch männliche A-Jugend). Betont wurde, dass der Fokus nicht nur auf Sport liege: Auch die Persönlichkeitsentwicklung stehe im Vordergrund.
Auf die Seniorenmannschaften gingen Dustin Leiblein („Zweite“) und Janik Huspenina („Erste“) ein: Während die „Zweite“ nach einem vielversprechenden Auftakt mit Verletzungen und Ausfällen kämpfte und aktuell Platz 8 belegt, startete die „Erste“ nach großem Personalumbruch in die neue Spielzeit und liegt ebenfalls auf Rang 8.
Umfassend beleuchtete Kassenwartin Carmen Schneider die Finanzlage; die Kassenprüfer Karlheinz Heffungs und Angelika Henn hegten keine Einwände. So war die Entlastung reine Formalie.
Zügig verliefen die Neuwahlen. Gewählt wurden: Abteilungsleiter Tim Schneider, Stellvertreter Niklas Winter, Schriftführer Dustin Leiblein, Kassenwartin Carmen Schneider, die Kassenprüfer Philipp Pahl und Philipp Steinbach sowie Jugendleiter Felix Schneider. Grußworte kamen von TVH-Vorstand Eric Bachmann, Ehrenvorsitzendem Klaus Rubel und Bürgermeister Stefan Grimm: Sie würdigten die sportlichen Erfolge und den Zusammenhalt der Handballerfamilie; Klaus Rubel erinnerte an Herausforderungen der Vereinsarbeit einst und heute.
Berührend blickte der scheidende Abteilungsleiter Manfred Dörr auf 22 bewegte Ehrenamtsjahre zurück: „Neue Erfahrungen wechselten sich ab mit vielen Hochs und Tiefs“, resümierte er und dankte allen Weggefährten inklusive Gattin Monika und Sohn Yannis, seinem bisherigen Vorstand und der neuen Führungsriege um Tim Schneider. Auch dieser sparte nicht mit verdientem Lob: „Manfred hat die Handballer durch eine Wahnsinns-Ära geführt“, hielt er fest und überreichte seinem Vorgänger unter stehenden Ovationen ein Präsent. So ganz verlässt Manfred Dörr die Spielfläche freilich nicht: Er wechselt ins HUB-Team (Halle, Umfeld, Betrieb) – einmal Handballer, immer Handballer! Mit Dankespräsenten verabschiedet wurden auch der langjährige Abteilungsleiter-Stellvertreter Christoph Bauch, Schriftführerin Silvia Weissinger, die Kassenprüfer Karlheinz Heffungs und Angelika Henn sowie Jugendleiter Steffen Gärtner – der den TVH-Handballern als Trainer erhalten bleibt.
Es gab auch Ehrungen. „Handballer des Jahres“ ist Roland Schneider; zum „Jugendspieler des Jahres“ wurde Lucien Buding gekürt. Die bronzene Ehrennadel ging an Sabine Orciari. Als Spielerin und Trainerin, aber auch als Kassenwartin des Handball-Fördervereins und aktives Mitglieds des Vereins zur Förderung der Jugendarbeit im TV Hardheim sei sie unverzichtbar.
Die „blau-weiße“ Lokalrunde, von Nils Käflein mit einem launigen Trinkspruch anmoderiert, leitete das gemütliche Beisammensein ein – denn auch feiern können die Hardheimer Handballer erstklassig, zumal 2027 das „Hundertjährige“ wartet. Nicht nur in der Südkurve ein weiteres Ereignis für die Chronik.
