TVH muss nun doch wieder um den Klassenerhalt in der Oberliga bangen und steht deshalb vor einem sehr wichtigen Heimspiel gegen Viernheim. Wichtige Stütze kehrt in die Manschaft zurück.
Muss sich der TV Hardheim doch noch einmal Sorgen um den Verbleib in der Handball-Oberliga Baden–Württemberg, Staffel 2 machen? Das könnte nach drei Niederlagen in Serie sein, doch in den verbleibenden drei Partien haben es die Handballer selbst in der Hand, die Geschicke in die richtige Richtung zu lenken. Im nächsten Heimspiel gegen Amicitia Viernheim (Samstag, 19.30 Uhr) könnte man mit zwei Punkten schon dagegen steuern.
Der Gegner rangiert zwei Plätze vor dem TVH, hat einen Pluspunkt mehr auf dem Konto, allerdings auch ein Spiel weniger bestritten als die Gastgeber. Da könnte man selbst bei einem Sieg nur vorrübergehend an den Gästen vorbeiziehen, die es den Hardheimern nicht leicht machen werden, die Partie auf ihre Seite zu ziehen. Beim 28:24-Erfolg für Viernheim im Hinspiel hielt der TVH lange mit und musste am Ende der Partie doch beide Punkte an der Bergstraße lassen.
In den vergangenen beiden Partien bezog der TVH jeweils eine hohe Niederlage und muss am Samstag schon einen anderen Auftritt zeigen, um bestehen zu können. Vor allem darf es nicht wieder vorkommen, dass der TVH binnen weniger Minuten das komplette Spiel wegschmeißt, und das nicht, weil mal ein Spieler eine schlechte Phase hat, sondern deshalb, weil, wie in den jüngsten beiden Begegnungen, das komplette System abstürzt und gar nichts mehr geht. Zu oft ist das dem TV Hardheim direkt nach der Pause in der Runde geschehen.
Janis Erbacher ist wieder mit von der Partie
Bei Blick nach hinten ist der Punkteabstand nicht mehr so groß, um sich in Sicherheit zu wägen und schon deshalb muss man auf Sieg spielen, um sich möglichst nach hinten abzusichern. Nach seiner abgesessenen Sperre darf am Samstag auch wieder Janis Erbacher mit auflaufen und der wird gerade in der Abwehr dringend gebraucht, nachdem die Anzahl der Gegentore in den beiden letzten Begegnungen deutlich nach oben schnellte. Er allein kann es keineswegs richten und so muss auch das ganze Mannschaftsgefüge ineinandergreifen, um zum Erfolg zu kommen. Jeder Spieler war in den letzten Spielen nicht auf dem Niveau, wie man es von ihm erwartet und muss sich in den letzten Spielen steigern, damit die Ergebnisse wieder in die andere Richtung ausgehen.
Über die Fehler und die letzten Resultate hat Trainer Alexander Schmidt mit seinen Spielern gesprochen und ist sich sicher, am Samstag eine Trotzreaktion zu sehen, um die Zuschauer wieder zu versöhnen und auch bei Laune zu halten. Sollte der TVH die Hürde Viernheim nehmen, wäre dies schon ein Meilenstein für den TVH, auch wenn die nächste Auswärtspartie beim Tabellenvierten bei der SG Schozach-Bottwartal ebenfalls ein schwerer Brocken wird.
Klarheit über den Klassenerhalt gibt es spätestens im letzten Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Bönnigheim am 25. April in eigener Halle.
© Fränkische Nachrichten, Freitag, 10.04.2026 k.n.
Bild Klaus Narloch
