Der TV Hardheim unterliegt Saase 3/Leutershausen 2 daheim mit 31:41. Eine schwache Defensive und ein überragender Gästetorwart, an dem die heimischen Spieler immer wieder scheitern, führte zur Niederlage.
Einen rabenschwarzen Tag erwischten Hardheims Handballer im Oberliga-Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Sasse 3 Leutershausen 2, das mit 31:41 verloren ging. Die hohe Zahl der Gegentore macht deutlich, woran es am Samstagabend gelegen hat. Ohne ihren gesperrten Abwehrchef Janis Erbacher war Hardheims Defensive geschwächt an diesem Abend. Zudem verfügten die Gäste über einen bestens aufgelegten Torwart, an dem die Hardheimer Angreifer immer wieder scheiderten. Hardheims Torhütern Mike Siebentritt und auch Felix Schneider flogen gagegen die Bälle geradezu um die Ohren. die TVH-Abwehr hatte oft nur wenig Zugriff auf die Angriffe der Gäste.
Dabei sah es in der ersten Hälfte noch gut aus für die Gastgeber, die nach dem Treffer von Elias Bergmann nach zwölf Minuten zum 8:5 mit drei Toren in Front waren, und das obwohl die Mechanismen noch nicht so richtig griffen. Beim 9:6 drei Minuten später war Hardheims Welt auch noch in Ordnung, danach war allerdings der erste Bruch im Spiel. Die Gäste holten Tor für Tor auf und gingen nach 21 Minuten erstmals selbst in Führung. Jetzt holte Trainer Alexander Schmidt seine Spieler erstmals an den Spielfeldrand, doch seine Anweisungen verpufften fortan im Spielrausch der Gäste, die mit einer 21:17-Führung in die Kabinen gingen.
Nur noch Einzelaktionen bringen Erfolg
Dieser Rückstand ist eigentlich kein Grund zur Sorge für den TVH, doch das bisher Gezeigte ließ nur wenig Hoffnung auf eine Kehrtwende zu. Von Minute zu Minute erhöhten die Gäste ihrer Führung und bereits nach nur fünf Minuten im zweiten Spielabschnitt waren die Gäste mit 27:20 in Front. Mit diesem komfortablen Vorsprung brachten die Gäste jetzt erst recht ihre Dominanz auf die Platte, und Hardheims Trainer konnte bei seiner zweiten Auszeit seinen Spielern kein durchgreifendes Erfolgsrezept mehr vermitteln. Da halfen jetzt nur noch Einzelaktionen, um das Ergebnis einigermaßen im Bereich des Erträglichen zu halten. Die führten auch immer wieder zum Erfolg, doch die Gäste hatten bereits im Gegenzug eine Antwort parat. Der Spielstand von 22:30 aus Hardheimer Sicht machte nur noch wenig Hoffnung, dieser Partie noch irgendwie die Wende zu geben.
So sehr sich der TVH bemühte und rackerte war der Spielstand 15 Minuten vor Ende der Partie auf 25:35 angewachsen, und damit konnte es nur noch darum gehen sich achtbar aus der Affaire zu ziehen. Vier Minuten vor dem Ende hatte der überragende Bastian Seitz dann auch die 40-er Marke geknackt und konnte damit dem Ende entspannt entgegensehen. Mit zehn Treffern Unterschied verlor der TVH die Begegnung sehr deutlich und hat jetzt ein paar Tage Zeit, diese Partie aus den Köpfen zu verdrängen, ehe man schon am Gründonnerstag beim TV Flein bereits wieder verlorenen Boden gut machen kann.
Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 30.03.2026 Klaus Narloch
Bild: Klaus Narloch
