Nach einer leidenschaftlichen Aufholjagd ringt der TVH die HSG Langenau/Elchingen nieder.
Nichts für schwache Nerven war die Partie der Handball-Oberliga zwischen dem TV Hardheim und den Gästen HSG Langenau/Elchingen. Aus Hardheim Sicht stand diese Begegnung über weite Strecken zwischen Bangen und Hoffen. Erst ab der 40. Minute konnte der TVH seinen Zuschauern wieder Hoffnung geben, nachdem man bis dahin zeitweise mit fünf Treffern zurücklag und viele Zuschauer nach der is dahin gezeigten Hardheimer Spielweise nicht mehr viel auf einen Sieg ihrer Mannschaft setzten. Erst dann schienen die Mechanismen in Hardheims Spiel zu greifen. Der TVH zeigte sich auf einmal ganz anders und kam Treffer um Treffer wieder heran, was den Gegner fortan mächtig unter Druck setzte.
In der ersten Spielhälfte waren die Gäste das wachere Team, schnell und dynamisch in ihrem Angriff mit schönen Anspielen an den Kreis oder auf deren Außen, die stets auch zu erfolgreichen Abschlüssen führten. Damit zeichnete sich bereits nach 15 Minuten eine 10:6-Führung für die Gäste ab. Hardheims Spielaufbau stotterte hingegen ordentlich. Ballverluste und technische Fehler hatten sich ins TVH-Spiel eingeschlichen, und es fehlte bis dahin auch an Struktur. Fünf Zeigerumdrehungen weiter waren die Ausblicke beim Stand von 8:13 weiternoch recht düster, da sinnstiftende spielentscheidende Elemente auf Hardheimer Seite immer noch Mangelware waren. Zumindest konnte man den 12:15-Halbzeitstand noch in Grenzen halten.
Marius Gärtner erzielt den Ausgleich
Nach rund 40 Minuten wendete sich das Blatt. Der TVH war nun in der Partie, holte Tor um Tor auf und schaffte in der 48. Minute mit dem Treffer von Marius Gärtner den 21:21-Ausgleich. Jetzt waren auch die Zuschauer wieder da und peitschten ihre Mannschaft wieder voran. Jannik Huspenina und der trickeiche Nils Käflen schraubten den Spielstand auf 23:21 empor, und damit war auf einmal wieder dicke Luft auf der Gäste-Bank. Felix Schneider verlieh mit seinen Paraden dem Team zusätzliche Sicherheit, und als Nils Käflein fünf Minuten vor Ende der Patie auf 25:22 stellte, schien die Partie zugunsten des TVH entschieden zu sein. Mitnichten, denn in den letzten fünf Minuten war jetzt mehr Hektik im Spiel und die zahlreichen Unterbrechungen trugen nicht unbedingt zum Spielfluss bei. Nach dem 26:25 keimte nochmals Hoffnung im Langenauer Spiel, doch Hardheims Folgetreffer durch Käflein, Bergmann, Huspenina machte deren Hoffnungen zunichte.
Am Ende der Partie hatte der TVH beim Stand von 30:28 zwei Tore mehr auf dem Konto, und der anschließende ausgelassene Tanz verdeutlichte nur allzu sehr, wie knapp die Partie und wie groß die Erleichterung auf Hardheimer Seite wirklich war. Mit diesem Sieg kletterte der TVH zugleich auf den fünften Tabellenplatz der Liga und nimmt damit den Schwung mit für nächste Woche beim Spitzenreiter Unterensingen.
Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 16.03.2026 Klaus Narloch
Bild: Klaus Narloch
