Die Hardheimer setzten sich mit 33:30 gegen die SG Lauterstein durch. Trotz früher Führung bleibt die Partie bis zuletzt offen – dann treffen Bergmann und Ohlhaut.
Nichts für schwache Nerven war die Handballpartie des TV Hardheim gegen den Tabellendritten aus Wolschlugen, der als Favorit angereist war. Den Gastgebern ging es zunächst einmal darum, den Gegner so lange wie möglich zu ärgern und sich möglicherweise für die hohe Hinspielniederlage zu revanchieren. Ersteres gelang ihnen zunächst ganz gut, da man mit der schnellen 3:0-Führung auf gutem Kurs war, während die Gäste erst nach fünf Minuten erstmals jubeln durften.
Auch in den Folgeminuten fand der TVH immer wieder die Lücken in der gegnerischen Abwehr und baute seinen Vorsprung weiter aus. Das 11:7 durch Janis Erbacher veranlasste den Gästetrainer zu seiner ersten Auszeit, da die Partie bei weitem nicht nach seinen Vorstellungen lief.
Wolfschlugen startet Aufholjagd
Nach rund zwanzig Spielminuten waren auch die Gäste in der Partie angekommen und arbeiteten sich Tor für Tor heran, weil sie sich jetzt auch besser auf das Hardheimer Spiel eingestellt hatten. Patrick Kohl, Wolfschlugens bester Werfer, erzielt in der Folge den 15:15-Ausgleich – knapp vier Minuten vor dem Seitenwechsel. Sollte das die Wende in der Partie bedeuten? Das Spiel war nach der Aufholjagd der Gäste auf einmal ausgeglichen und das 18:18-Unentschieden bedeutete zugleich den Pausenstand. Für Schwung sorgten zur Halbzeitpause die Hardheimer Gardemädchen mit ihrem Schautanz.
Elias Bergmann setzte den ersten Treffer nach dem Seitenwechsel, doch bereits im Gegenzug gelang den Wolschlugern wieder der Ausgleich. Mit wechselnder Führung ging es in die Schlussphase der Partie. Die letzten zehn Minuten sollten nochmals für viel Spannung sorgen.
Auf Hardheimer Seite trugen sich Jannik Huspenina und Nils Käflein in die Torschützenliste ein und sorgten unter großem Jubel immer wieder für die Ausgleichstreffer, nachdem die Gäste jeweils ein Tor vorgelegt hatten.
Die Schlussminuten haben es in sich
Sieben Minuten vor dem Ende war es erneut Nils Käflein auf Linksaußen, der mit seinem sechsten Treffer zum 29:29-Ausgleich traf. Große Hektik schließlich auf beiden Auswechselbänken, wo man sich bei den letzten Auszeiten auf die Schlussminuten vorbereitete. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende war es erneut Nils Käflein mit Treffer Nummer sieben, der seine Leistung krönte und erneut Hardheims Führung erzielte.
Die letzten drei Minuten gehörten mehr den beiden Unparteiischen, die nochmals einiges zu tun hatten, um die Gemüter zu beruhigen. Letztlich ist auf der Platte spielerisch nicht mehr viel passiert. Nach dem Abpfiff durften Hardheims Aktive sich zusammen mit ihren Fans über den knappen, aber verdienten 30:29-Sieg freuen. Die kommenden drei Wochen gehören der Fastnacht – und dafür war Hardheims Sieg genau die richtige Einstimmung.
Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 09.02.2026 Klaus Narloch
Bild: Klaus Narloch
