Der TV Hardheim beendet seine Negativserie und siegt gegen SG Schotzach-Bottwartal 30:26 in der Oberliga.
Der TV Hardheim hat seine Negativserie in der Handball-Oberliga beendet und kann nach dem Heimsieg gegen die SG Schozach- Bottwartal beruhigt in die kurze Winterpause gehen. Beruhigt waren nach der Partie auch die Zuschauer in der Walter-Hohmann-Sporthalle, die nach langem Leidensweg nun mal wieder Grund zur Freude hatten und ihr Team entsprechend feierten. Bis der Sieg in trockenen Tüchern war, mussten die Gastgeber einiges aufbieten. Die Gäste mit ihrem Goalgetter Maximilian Schulze (zehn Tore) hatten durchaus die Qualität und die Möglichkeit, zumindest einen Punkt aus Hardheim mitzunehmen.
Es entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spiel mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Nach rund neun Minuten Spielzeit und dem Treffer von Jannik Huspenina per Siebenmeter sprang erstmal die Führung für den TVH heraus: 7:6. Von Minute zu Minute kamen die Einheimischen besser ins Rollen und nach knapp 20 Minuten Spielzeit hatten die Erftäler nach dem Treffer von Philipp Ohlhaut erstmals drei Tore Vorsprung. Auch wenn die Gäste immer wieder Nadelstiche mit den Treffern von Maximilian Schulze setzten, behauptete der TVH seinen Vorsprung nicht nur, sondern baute ihn sogar aus. Mit dem Siebenmetertreffer von Jannik Huspenina nahm der TVH sogar eine 16:11-Führung mit in die Pause.
Nils Käflein und Felix Schneider ragen heraus
Das war natürlich ganz nach dem Geschmack der Zuschauer, die auch nach dem Seitenwechsel ihr Team im Vorteil sahen und die Führung erst einmal weiter ausbauten. Wesentlichen Anteil daran hatte in die Phase Nils Käflein mit seinen Treffen von links außen. Mit dem Torwartwechsel hatte der Gästetrainer ein gutes Händchen, und durch dessen Paraden kamen die Gäste von Minute zu Minute auf einmal wieder besser ins Spiel und blieben auf Schlagdistanz. Auf Hardheimer Seite hatte allerdings auch Felix Schneider einen glänzenden Tag erwischt und wehrte einige gute Würfe des Gegners ab.
Dennoch verkürzte Schotzach-Bottwartal nach rund 45 Minuten nochmals auf 18:21 und auf einmal schien es nochmals spannend zu werden in der Halle. Mit der Disqualifikation von Marius Gärtner hatte der TVH jetzt noch ein weiteres Problem zu bewältigen. Allerdings waren die Mannen von Trainer Alexander Schmidt nicht gewillt, die Partie nochmals aus der Hand reißen zu lassen, setzten ihrerseits die entscheidenden Treffer und hielten den Gegner auf Distanz. Es kam also nicht mehr so, wie in den Wochen zuvor, als der TVH immer wieder Spiele aus der Hand gab. Allerdings waren zum Sieg auch zwei Auszeiten von Alexander Schmidt binnen weniger Minuten nötig. Mit dem Treffer von Janis Erbacher zum 26:22 war man dann aber auf die Ziellinie eingebogen, auch wenn immer noch fünf Minuten auf der Uhr waren. Letztlich ließ der TVH nichts mehr anbrennen, und mit dem letzten Treffer durch Nils Käflein zum 30:26-Endstand zum kollektiven Jubel ansetzen.
Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 15.12.2025 Klaus Narloch
Bild: Klaus Narloch
