TV Hardheim: Erst mühevoll, dann lustvoll

Der TV Hardheim tut sich im Oberliga-Heimspiel gegen Söflingen im ersten Durchgang sehr schwer, ehe der „Game-Changer“ von der Bank kam.

Der TV Hardheim hat sein Heimspiel in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg gegen die TSG Söflingen aufgrund einer starken zweiten Hälfte mit 38:34 gewonnen. Tabellarisch gesehen schien die Partie gegen den Tabellenvorletzten aus der Ulmer Vorstadt eine lösbare Aufgabe zu sein, doch es bedurfte schon einer großen Anstrengung für den TVH, um am Ende einer spannenden Begegnung doch noch als klarer Sieger dazustehen.

Die Gäste waren mit dem Ballast einer dreistündigen Anreise nach Hardheim gekommen und zeigten von Beginn an, dass sie nicht nur gekommen waren, um die Punkte abzuliefern. Mit dem schnellen 2:0 hatte man nach zwei Angriffen die Führung inne, während auf Hardheimer Seite prompt die Antwort mit Treffen von Jannik Huspenina, Phillipp Ohhaut und Elias Bergmann kam. Allerdings ließen sich die Gäste nicht beeindrucken und spielten weiter munter drauflos.

In der Folge bauten die Söflinger und mit der 12:7-Führung ihren Vorsprung aus, und nach 15 Minuten rieb sich so manche Zuschauer verdutzt die Augen. Nach der Auszeit des TVH war man bemüht, den Abstand nicht weiter größer werden zu lassen. Die Vorgaben des Trainers fruchteten auch recht gut. Schnell waren die Hausherren wieder in der Partie und nach den beiden Treffern von Jannik Huspenina zum 13:14 herangekommen. Mit einem Treffer Rückstand ging es beim Spielstand von 17:18 in die Pause.

Torhüter Mike Siebentritt wird zum Rückhalt

Hardheims erstmalige Führung besorgte Marius Gärtner zum 21:20, und damit gewann der TVH jetzt immer mehr die Oberhand. Niklas Winter und Jannik Huspenina sorgten erstmals für Hardheims Zwei- Tore-Führung, Philipp Ohlhaut steuerte einen weiteren Treffer bei und auf einmal lief die Partie für die Gastgeber. Der TVH hatte fortan auch in der Abwehr immer mehr Zugriff auf die Angriffsspieler der Gäste und der im zweiten Durchgang im Tor stehende Mike Siebentritt dahinter wurde immer mehr zum Rückhalt.

Die Gäste gaben sich allerdings noch nicht geschlagen, und selbst sechs Minuten vor Spielende war der Sieg für Hardheim noch lange nicht eingefahren. Nach einem Foulspiel schickten die beiden Unparteiischen Hardheims besten Torschützen Jannik Huspenina vom Platz. Der hatte bis dahin schon zwölf Treffer beigesteuert und damit die Grundlage für einen jetzt ganz nahen Sieg gelegt.

Während der letzten fünf Minuten ließen die Hardheimer nichts mehr anbrennen und kamen schließlich mit einigen schönen Treffern zu einem letztlich klaren 38:34-Sieg, der sie in der Tabelle mit einem wieder ausgeglichenen Punktekonto einen Platz nach vorne brachte.

Am kommenden Samstag steht dann für den TVH die lange Reise nach Langenau/Elchingen an. Der Gegner dann ist derzeit Zehnter in der Tabelle.


Text: © Fränkische Nachrichten, Montag, 10.11.2025 Klaus Narloch

Bild: Klaus Narloch