Eine große Herausforderung für den TVH

Hardheim muss beim „ewigen Rivalen“ TSV Rot antreten

Der TV Hardheim trifft in seiner nächsten Badenliga-Begegnung auf den TSV Rot. Dabei treffen zwei Teams aufeinander, die sich nicht nur schon eine gefühlte Ewigkeit kennen und auch von ihrer Fankultur ähnlich gestrickt sind. In beiden Lagern wird der Handball seit Jahrzehnten richtig gelebt und spielt eine bedeutende Rolle im Vereinswesen. Gerne erinnert man sich an die Begegnungen, als die "Roter" mit drei Bussen nach Hardheim angereist waren und die Begegnungen zu einem wahren Highlight für Spieler und Zuschauer werden ließen.


In dieser Saison hatte der Anhang des TSV noch keine richtige Freude mit seiner Mannschaft, die derzeit am Ende der Tabelle angesiedelt ist. Zwar hat die Mannschaft von Trainer Boris Meisner das Derby gegen Hockenheim gewonnen, dennoch waren die beiden Punkte Fehlanzeige, da der Verein nicht das geforderte Schiedsrichterkontingent erbracht hat und somit mit Punktabzug bestraft wurde. Damit steht der TSV in dieser Runde noch ohne jeden Zähler da und damit muss nun so langsam was tun, um aus dieser Situation möglichst schnell wieder herauszukommen. Damit erfährt die Begegnung in der Sporthalle Rot noch mehr an Brisanz. Anwurf für die Partie ist am Samstag um 20 Uhr.

Trotz des derzeitigen Tabellenstandes gilt es, den TSV Rot nicht zu unterschätzen, denn das Handballspielen haben die Jungs von Trainer Meisner nicht verlernt. Der Sieg gegen den HSV Hockenheim hat aufhorchen lassen, schließlich sind die Handballer aus Hockenheim auf dem vierten Tabellenplatz angesiedelt und zählen sogar zu den Meisterschaftsfavoriten. Mit einem Sieg gegen den TV Hardheim könnte der Knoten endlich platzen - und das wäre auch Voraussetzung, wenn man aus dem Tabellenkeller herauskommen möchte.


Bei den Gästen stottert derzeit der Motor auch etwas. Die Partie gegen Neuenbürg brachte zuletzt nur ein Unentschieden in eigener Halle, und der fünfte Tabellenplatz wähnt die Mannschaft in einer trügerischen Sicherheit, da die ganz "dicken Brocken" dem TVH bisher erspart geblieben sind. Damit heißt es weiter Vollgas geben für die Mannschaft der Trainer Ergin Toskic und Ralf Schümann, die bisher in jeder Begegnung immer wieder auf zahlreiche Leistungsträger verzichten mussten.

Die kämpferische Einstellung stimmt nach wie vor, doch die Aufholjagden in den letzten Spielen sind stets verbunden mit einem großen Aufwand und strapaziert Spieler wie Zuschauer. Die Partie in Rot wird wieder zu einer großen Herausforderung für den TVH, der sich mit einem Erfolg weiterhin in der Verfolgergruppe der Spitzenreiter festsetzen kann. Möglichst viele Punkte zu sammeln, sollte auch das Ziel des TVH sein, ehe bald die Spiele gegen die Topteams anstehen.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 23.10.2015  kn